Lyrik

…ich Liebe…


Ich liebe die Sonne das Licht
das sie verschickt.
Ich liebe den Mond
die Dunkelheit die ihn umgibt.
Ich liebe die Hoffnung
die Hoffnung auf das Glück.
Ich liebe das Leben
danach bin ich verrückt.

Ich liebe Gott
den ich danke für jeden Tag
den ich an der Seite
meiner beiden Engel verbringen darf.
Ich liebe es Mensch zu bleiben.
Ich liebe die Harmonie.
Ich liebe Gefühle
ohne die geht es nie.

Ich liebe die Sterne
die am Himmel scheinen.
Ich liebe es zu lachen
und vor Freude zu weinen.
Ich liebe die Musik
die Kraft die sie mir gibt.
Ich lebe die Liebe
weil ich das liebe
was ich liebe.


©
Text Nils Schirmer


…..Schon seit tausend Jahren


Auf der Reise treibt uns das Schicksal
wie der Wind die vom Baum gefallenen Blätter
und die vom Körper getrennten Seelen
Dörfer und Menschen ziehen vorbei
wie Bilder im Traum
Wenn wir am Abend beisammen sitzen sind die Erinnerungen um uns,
dann werden wir älter, um tausend Jahre älter
Menschen und Erinnerungen tanzen zusammen und gehen wieder auseinander
zurück bleiben nur die Spuren,
jeder der sie erblickt, erstarrt vor Ehrfurcht.
Es sind die Spuren, die ein Leben mit dem anderen verbinden.
Sie zeichnen den langen weiten Weg, den wir gehen

– schon seit tausend Jahren 

***

unbekannt


Manchmal…


Manchmal
ist es schön
wenn Dinge sich ändern
das Leben
im Fluss ist
und man schwimmt
obenauf

manchmal
hast du das Gefühl
selbst die Tage an die Hand zu nehmen
und mit ihnen zu gehen

manchmal
fühlst du
dass du lebst
statt gelebt zu werden

***

von Engelbert Schinkel

 

 


Herbst…


Wenn im Oktober Blätter fallen,

die Förster mit Gewehren knallen,

wenn das Damwild und der Hase flieht

und die Vogelschar gen Süden zieht,

wenn Trauben an der Hauswand reifen

und Kinder zu den Drachen greifen,

wenn der erste Raureif zieht durchs Land

und im Nebel nichts mehr wird erkannt,

wenn das Laub durch alle Straßen weht

und kein Korn mehr auf den Feldern steht,

wenn Kürbisse vor Türen stehen

und Stürme aus Nordwesten wehen,

dann hat der Herbst die Macht errungen,

den Sommer – in die Knie gezwungen.

***

© Horst Rehmann

Träume…


Träume geben dir Mut,

Träume helfen dir,

Schwierigkeiten zu meistern.

Beim Träumen kannst du ein Tief überwinden.

Aus Träumen schöpfst du neue Kraft.

Träume bieten dir einen Zufluchtsort.

Beim Träumen erlebst du die schönsten Situationen.

Träume lassen dich wieder hoffen.

Lass dir deine Träume niemals nehmen,

aber vergiss nicht,

in der Wirklichkeit zu leben…

***

unbekannt

Herbstwind…


Erinnerungen sind wie

fallende Blätter im Herbstwind.

Leise gleiten sie zu Boden.

Das eine oder andere

berührt dich sanft und

bleibt bei dir liegen. 

***

© Elvira von Ostheim


Wein-Zitat und Bild


 

Bleibst du auch sitzen, o Mägdelein!

 Glaube nicht, dass verfehlt dein Leben;

 Es geben nicht alle Trauben Wein,

es muss auch Rosinen geben.

 Das eine ist sicher und ganz gewiss,

 wie sollt es auch anders sein:

 es schmecken alle Rosinen süß,

 doch sauer ist so mancher Wein!

 ***

Unbekannt


Erkenne…


Erkenne stets

die traumgleiche Qualität des Lebens

und vermindere Anhaften und Abneigung.

 Übe Güte an allen Wesen.

 Sei liebevoll und mitfühlend,

gleich, was andere Dir zufügen.

Was sie tun, zählt nicht mehr so sehr,

wenn Du es als Traum sehen kannst.

 Der Trick besteht darin,

während des Traums gute Absichten zu hegen.

Das ist das Wesentliche.

 Das ist wahre Spiritualität.

***

Drukpa Rinpoche


Kindestränen…


Willst du die Leiden dieser Erde,
der Menschheit Jammer ganz versteh’n,
musst du mit scheuer Gramgebärde
ein Kind im stillen weinen seh’n;
*
Ein Kind, das eben fortgewichen
aus fröhlicher Gespielen Kreis
und nun, vom ersten Schmerz beschlichen,
in Tränen ausbricht, stumm und heiß.
*
Du weißt nicht, was das kleine Wesen
so rau und plötzlich angefasst –
doch ist’s in seinem Blick zu lesen,
wie es schon fühlt des Daseins Last.
*
Wie es sich bang und immer bänger
zurück schon in sein Inneres zieht,
weil es Bedränger auf Bedränger
mit leisem Schaudern kommen sieht.
*
Willst du die Leiden dieser Erde,
der Menschheit Jammer ganz versteh’n:
musst du mit scheuer Gramgebärde
ein Kind im stillen weinen seh’n.

***

Ferdinand von Saar


Sehnsucht…


Wenn die Gedanken sich verfangen

in den Wolken der Sehnsuchtsstürme,
die Träume durcheinander geraten im Sturm der Gefühle,
die Nähe unerreichbar ist um zu spüren das jemand da ist,
dann hilft kein Regenschutz gegen die Nässe der Einsamkeit.
Sie dringt bis in die Seele vor und lässt spüren….
……….das man das was man festhält nur Sehnsucht ist,
die niemand versteht.

*****

Von Werner Haubenhofer