Gedichte

…kennst Du dies….


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Kennst Du dies‘ seltsame Gefühl,

wenn dem Herzen furchtbar kühl,

die Wangen klebrig voller Tränen,

wenn das schwärmerische Sehnen

den Mantel der Verzweiflung trägt,

sich schleierartig auf dich legt?

 *

Kennst Du jenen bösen Traum,

im Nirgendwo, im leeren Raum

den Blick nach vorne zu verlieren,

im Augenblick fast zu erfrieren,

in die Dunkelheit zu tauchen,

den letzten Atem auszuhauchen?

 *

Kennst Du sie nicht, die große Angst,

dann ist es Zeit, um einzusehen:

alles das, was Du verlangst,

kann nicht in Erfüllung gehen…

 ***

von Lina Kalina

 

 


Winter Wunderland…..winter wonderland…….


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 Weißer Raureif auf den Bäumen

 und der Schnee lädt ein zum Träumen,

 die Äste glitzern Frost bizarr

 und der See glänzt Kälte klar,

 die Sonne strahlt im satten Blau

 des Himmels und wohin ich schau‘

 erblick ich Schnee am Waldesrand,

 oh, du Winter Wunderland

***

White hoarfrost on the trees

  And the snow invites you to dream,

  The branches glitter frost bizarre

And the lake shines cold clear,

The sun shines in the deep blue

  the sky and where I look ‚

   snow on the edge of the forest,

  Oh, you winter wonderland

***

Autor:  Oskar Stock


Umarmung -Zitat_____Hug-Quote…


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Eine Umarmung ist ein ideales Geschenk:

 Die Größe passt jedem,

und niemand hat etwas dagegen,

wenn man es weitergibt.

***

A hug is an ideal gift:

The size fits everyone,

And no one has anything against it,

If you pass it on.

***

Hugo Ball


durch Liebe____through love


ruine-b-lis

Durch Liebe steigt aus den Ruinen

 das Leben, das in Trümmern lag,

 und leuchtet morgenglanzbeschienen

 entgegen einem neuen Tag.

———-

Through love rises from the ruins

  the life that lay in ruins,

  and illuminates in  morning glow

  against a new day.

***

Adolf Friedrich Graf von Schack

…wünsche allen eine schönen neuen Tag und eine gute Woche

… wish everyone a nice new day and a good week


…gewidmet allen die einsam und traurig sind…


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Licht im Dunkeln,

Engel mein,

ich kann dich spüren

und bin nie allein.

Du bist das Licht

das neben mir geht,

der schützende Arm

der sich um mich legt.

 *

Du bist die Brücke

unter mir,

mein Schritt ist sicher,

mein Engel, mit dir.

 *

Du bist das Lächeln,

das mich erfüllt,

das Leuchten des Himmels

das mich umhüllt.

 *

Du bist mein Trost

in dunkler Nacht.

Ich weiß, du bist da,

liebevoll, sacht.

 *

Du bist das Flüstern

das um mich kreist

und mir den Weg

der Liebe weist.

Ich fühle mich behütet,

geborgen, hier.

Mein Engel des Lichts,

ich danke dir.

***

mit freundlicher Genehmigung von Monika Schudel

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der Anblick des heiteren Himmels………


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 Auf der Stirne wohne und aus dem Auge strahle

 bei guten Jugendlehrern

 immer eine liebenswürdige Heiterkeit,

damit zwar alles nach ihrem Willen,

aber ohne Zwang und Furcht geschehe.

 Das stürmische Wetter ist niemands Freund,

aber der Anblick des heiteren Himmels

 erquickt jedes fühlende Herz.

*** 

Clemens XIV.

 


Winter-Schnee


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Ich weiß nichts Schöneres auf der Welt,

 als wenn ein Schnee vom Himmel fällt –

so klein und weich und leise.

 Dann steh‘ ich wohl auf weiter Flur,

 es webt in mir ein Fühlen nur:

 Ich bin ein Kind und ganz verloren

 in diesem weichgeflockten Taumeltanz,

 in dieser Undurchdringlichkeit und Stille ganz

 bin ich ein Schnee, als Flocke nur geboren.

***

© Dr. Carl Peter Fröhling


magischer Winter


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 Die Winternacht ist wieder eisig kalt,

 Mondlichtfetzen durch Wolken dringen.

 Gespenstig wirkt der dichte Wald,

in den zurückgekehrte Wölfe heulend singen.

*

 Eis Wind wickelt sich um jeden Baum,

 vereinzelt leuchtet Sternenlicht im Dunkeln.

 Eine Eule erwacht aus ihrem Traum,

 lässt ihre roten Feueraugen funkeln.

*

 Verschneite Bäume lauschen wie Gestalten,

 Märchenwesen im winterlichen Kleid.

 Als wenn Eisdämonen die Nacht verwalten,

 in dieser knackig kalten Zeit.

*

 Seen und Bäche sind gefroren,

 Nebel hüllt sie wie ein Silberschleier ein.

 Eisblumenmuster werden neu geboren,

 bei klarem Vollmondschein.

*

 Der Wind hat nun die Wolken vertrieben,

 am Firmament glänzt die volle Sternenpracht.

 Die Wölfe sind bei ihrer Melodie geblieben,

 was für eine magisch schöne Winternacht!

***

  Autor: ©Karsten Herrmann 

wolf


Großmutters Socken


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   Fallen im Winter die ersten Flocken,

 sitzt Großmutter im Sessel und strickt warme Socken.

 Oh, wie vertraut ist mir dieses Klicken,

 wenn sie die Nadeln führt beim Stricken.

 Ist das Sitzen im Sessel auch oft schon beschwerlich,

 die Nadeln in der Hand klappern unaufhörlich.

 Wie faszinierend und wie flink das geht.

 Wie geschickt sie die Nadeln beim Stricken dreht.

 Zwischendurch schaut sie nach draußen,

 auf die schneeweiße Straße.

 Auf dem Nähtischchen vor ihr – die Kaffeetasse.

„Kinder, was wünscht ihr euch?“, fragt sie uns aus.

„Natürlich Socken zum Nikolaus!“

Dann sehe ich, wie zufrieden sie nickt.

 Sicher hat sie die Socken längst schon gestrickt.

 *

 Auf ihren Knien liegt eine flauschige Decke,

 unter dem Sessel der Wollknäuel – in einer dunklen Ecke.

 Erst wenn der Tag langsam neigt sich dem Ende,

 ruhen ihre alten, knochigen Hände.

 Dann sitzt sie am Ofen im Dämmerlicht,

 mit einem Lächeln im Gesicht.

 Schwindet im Alter auch langsam die Kraft,

 heute hat sie wirklich viel geschafft.

 *

 Was wäre ein Winter ohne Omas graublaue Socken?

 Da fühlen wir uns immer behütet und trocken!

 *

Autorin Gudrun Nagel-Wiemer


Eisblumen


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Atem  gehaucht und

Eisblumen gezüchtet

am Fenster für Dich,

ganz zarte Gebilde,

in reinstem Weiß

die kristalline Struktur,

einzigartig,

zerbrechlich erscheinend,

wie unsere Seelen,

ich wollt sie Dir schicken,

nur der Blumenhändler,

er kannte diese Pflanzengattung nicht!

von Woschavova