Gedichte

Was Liebe will


Liebe will nicht wissen

was du bist, was du hast

…will leicht sein.

Einer Feder gleich.

Nicht fordernd, nur schenkend.

Sie will berühren Nah sein

*

Liebe, ein Wunder

Annehmen und geben

nicht besitzen- Freiheit

„Ich liebe dich“

ist das, was die Sprache gibt.

Nur Worte, zu wenig…

*

Liebe ist nicht nur ein Gedanke.

Ist Hoffnung und Zweisamkeit.

Lebt in DIR, in MIR, im WIR.

Du kannst sie nicht suchen

Sie begegnet dir unverhofft

von Mensch zu Mensch.

Einzigartig legt sie sich um dein Herz

***

Nur ein kleiner Auszug!

***

© Sabine Fenner


Ein Lichtlein


Wenn Kummer mich umschlingt

nicht weiß was der Morgen mir bringt,

die Sorgen erdrücken mein Herz

überhand nimmt der große Schmerz.

 

Dann denke ich voller Glück

an die früheren Zeiten zurück,

eine leise Stimme die zu mir spricht

hab keine Angst – fürchte dich nicht.

„Wenn Du meinst es geht nicht mehr,

kommt irgendwo ein Lichtlein her „

 *

Dies meine Omi immer sagte

ganz egal was mich auch plagte,

so schau ich auf mit Zuversicht

mein Blick geht hoch ins Himmelslicht.

 *

Wo Tausend kleine Sterne stehen

die freundlich zu mir runter sehen,

jetzt weiß ich was bedeutet das Licht

ich fühle Hoffnung – fürchte mich nicht.

***

unbekannter Verfasser


Dein Herbst


 

Du bist im Rascheln des Laubs, das meine Füße streifen

 auf den Wegen der herbstlich leeren Allee

 für dich perlt der Tau von den blassen Gräsern

 der Wiesen, über die ich ziellos geh . . .

*

 Dir gilt das ferne Lachen der Kinder

 deren Drachen weit oben gleiten im Wind

 du bist in der Grazie der Schwäne auf dem See

 von denen sich das Wasser ein Spiegelbild nimmt . . .

*

 Für dich teilt sich noch einmal der Nebel

 die Sonne steht da, so hartnäckig schön

 der Wind, der mich leise, fast zärtlich berührt

 scheinst du mich dir entgegenzuwehen . . .

*

 Ich weich nicht aus vor den niedrigen Zweigen

 so spür ich das Streichen deiner Hand durch mein Haar

 meine Gedanken an dich – das macht wohl der Herbst –

verfärben sich traurig so sonderbar . . .

***

Text von© Jörn Pfennig

 

 


In Gedanken…


… mein Herz

 Betrübt war mein Leben, Müdigkeit bestimmte den Tag

 Jede Hoffnung verloren, abgekommen vom Pfad.

 Doch in der dunkelsten Stunde, von Trübsal gebannt

 was ich aufgab zu suchen, kaum glaubend, ich fand.

*

 Eine Schulter zum Anlehnen, Frohsinn der mich erquickt

 Augen die strahlen, ein Lächeln das mich entzückt

 Ein Ohr das mir lauscht, auch Ungesagtes versteht

 Wind der mich trägt und meine Ängste verweht.

*

 Sehnsucht ohne zu sehnen, Vertrauen ohne zu zweifeln,

 Freundschaft ohne zu fragen, Gedanken die mich begleiten

 Geborgenheit spüren, sei es Tag oder Nacht

 Ein Herz das mir schlägt, im Schlaf über mich wacht.

*

 Vieles mehr könnt ich aufzählen, es nähme kein Ende

 Seiten um Seiten, gefasst in Bücher und Bände

 Egal was ich auch schreibe, nur ein Gedanke bleibt mir

 Und das bist Du… Mein Herz gehört Dir.

***

© Carsten Franz-Josef Pricken


Lebensherbst


 Ein Pärchen im greisen Alter

 sitzt verträumt an einem Hang.

 Er streichelt ihre welken Hände,

 die treu geschafft ein Leben lang.

*

 Sie ist für ihn ein Edelstein,

 eine Kostbarkeit, die nie vergeht;

 er für sie ein Felsgestein,

 das allen Stürmen widersteht.

*

 Es herbstelt schon, und matte Strahlen

 schimmern durch das bunte Laub.

 Lange Schatten Bilder malen

 auf der Wege dunklem Staub.

*

 Taumelnd schweben müde Blätter

 den beiden Alten vor den Fuß.

 Übermütige Frühlingsträume

 winken jetzt zum Abschiedsgruß.

*

 Weltentrückt in fremde Sphären,

 ahnt jeder, was der andre denkt,

 hoffend, dass nicht er es wäre,

 der als letztes Blatt am Baume hängt.

***

Text von© Annegret Kronenberg


Auf „meinem“ Berg


 

Still liegt mir die Welt zu Füßen,

lauer Wind zerzaust mein Haar,

Gipfel in der Ferne grüßen,

fühl mich frei und wunderbar

Wenn die Berge dann erglühen,

tief im roten Abendschein,

wird mein inneres Glück erblühen

und wäscht jeden Trübsinn rein

Wie ein Paradies auf Erden,

wie ein Platz im Himmelreich:

Um mich weiden Schäfchenherden,

ihre Wolle – seidenweich

Stürme singen ihre Lieder,

pfeifend stimme ich mit ein.

Oh mein Berg, Du hast mich wieder,

bin so glücklich, hier zu sein.

*** 

©Verfasser leider unbekannt

 

 

 


Genießen und selig sein:


Um leben zu können,

musst du genießen können.

Ich meine nicht die Genusssucht,

die so viele Menschen krank und zu Sklaven macht,

die so viele Menschen ins Unglück stürzt.

Um genießen zu können,

musst du frei sein.

Frei von Gier, frei von Neid,

frei von einer Leidenschaft,

die dich zerreißt und zerstört.

Wenn du genießen kannst,

kannst du lachen.

Du freust dich.

Du bist dankbar,

dass jeden Morgen die Sonne für dich aufgeht.

 Du kannst selig sein

über ein weiches Bett

und über eine warme Wohnung.

Du triffst freundliche Menschen.

Die Freundschaft Gottes kommt dir entgegen

in jedem Lächeln, in jeder Blume,

 in jedem guten Wort,

in jeder Hand, in jeder Umarmung.

Wenn du kleine Dinge in aller Ruhe genießen kannst,

dann wohnst du in einem Garten voller Seligkeit.

***

von Phil Bosmans


Warnsignale…


Wenn deine Augen sicherheitshalber –

nur noch das Sichtbare sehen wollen,

deine Worte gedankenlos und gleichgültig

ihre Wege gehen.

 

Wenn deine Wünsche

im Garten der Möglichkeiten

zu randalieren beginnen,

deine Träume keine Kraft mehr haben,

Wurzeln in deinem Dasein

zu schlagen.

 

Wenn deine Gefühle jegliche Wärme

vermissen lassen, dein Leben

dir beim Hals heraushängt.

 

Dann wird es Zeit,

dass du dir Zeit nimmst

für dich…

***

© Ernst Ferstl


Am Wegesrand


 

 

Auf der Terrasse sitze ich, 

mit Blick in unseren Garten. 

Sehr darauf gefreut habe ich mich

und konnte es kaum erwarten.

  

 

Ich will sie spüren, die warme Luft;

weit öffne ich Fenster und Tür.

Der Garten hängt voll mit blumigem Duft, 

und ich bin dankbar dafür.

 

 

Bin dankbar für Blumen, Wiesen und Bäume,

für Tiere aller Arten, 

für die Erfüllung mancher Träume. 

Was darf ich vom Leben mehr erwarten?

 

 

Wir sollten öfter ruhig stehen,

um links und rechts zu schauen.

Zeit haben, aufeinander zu zugehen 

und einfach mal vertrauen.

  

 

Ich glaube, es ist nicht richtig,

wenn alle Wünsche in Erfüllung gehen. 

Der Weg zum Ziel ist wichtig,

am Wegesrand gibt´s viel zu sehen!

 

*** 

 

von © Edith Tries

 

 

 


Natur


Wenn wir unsere Erde mit offenen Augen betrachten:

Welch ein herrlicher Planet mit seinen Tieren,

Pflanzen, Bergen, Seen, Meeren…

Fast alles, was uns betrübt,

kommt nicht von der Erde,

sondern von den Menschen.

In der Natur können wir –

und unser Herz und die Seele –

frei aufatmen.

Geht mehr in die Natur,

lernt sie lieben!

Dann hat Betrübnis nur noch wenig Platz

in Euren Herzen.

***

© Werner Braun