Gedichte

Kornblumen…


In der Saat viel blaue Sterne

Stehn wir leuchtend fern und nah.

Laßt uns blühn und seht uns gerne,

Denn wir sind nun einmal da!

Die uns sonst nicht leiden mochten

Unterm Korn, die schimmernd blaun:

In den Erntekranz geflochten

Mögen sie doch gern uns schaun.

Zu dem Ernst nutzreicher Ähren

Fügen wir, was heiter glänzt:

Freude will Natur euch lehren,

Und sie bringt das Brot bekränzt.

von Johannes Trojan


Die Erdbeere



Bei heißen Sonnenbränden,
du Beere, duftig, rot,
mit nimmermüden Händen
pflückt dich das Kind der Not.
*
Es sieht die Fülle prangen
und unterdrückt dabei
das eigene Verlangen,
wie mächtig es auch sei.
*
Gehäuften Topf und Teller
trägt es zum Händler dann;
der geizt noch mit dem Heller –
er ist ein kluger Mann.
*
Doch nicht bei seines Gleichen
vollendet sich der Kreis:
erst auf dem Tisch des Reichen,
der zu bezahlen weiß.
*
So wird zur Menschen Habe
und dient dem Wucher nur
selbst deine freieste Gabe,
o liebende Natur!

***

Ferdinand von Saar

 


Schöne Sommerzeit


 Es riecht nach Sommer ringsumher,
nach prallen Blüten, satt und schwer,
nach trocknem Gras und grünem Laub,
nach reifem Korn und Blütenstaub.

Glühendheiß vom Himmelszelt
der Sonnenschein hernieder fällt.
Ein Flimmern durch die Lüfte zieht,
die Grillen zirpen froh ihr Lied.

Im grünen Farn die Mücken spielen,
am Tümpelrand die Frösche schielen.
Die Bienen hängen sich mit Freud‘
an der Heide Glockenkleid.

Schmetterlinge aller Arten
tauchen ein im Blütengarten.
Kein Windhauch sich nur regen mag
an diesem schönen Sommertag.

 

von © Annegret Kronenberg

 

 


wie ich bin…


Im Inneren…
Manchmal bin ich –
ein Grashalm am Wegrand,
den niemand sieht.
Ein Vogel im Wind,
der über die Dächer fliegt.
Ein Unwetter im Sommer,
das keiner mag.
Ein frisches Lüftchen,
an einem heißen Tag.
Ein eisiger Nordwind,
an einem Wintermorgen.
Doch wie ich wirklich bin
bleibt den meisten verborgen.

***

© Heike Czech

 


…liebe das Leben…


Du stellst an das Leben die Frage,

was hält es bereit alle Tage.

Es birgt oftmals Hast,

viel Liebe… auch Last.

Hier Freude, dort Tod,

mal Glück und mal Not,

auch Lachen und Weinen,

erst Trennen dann Einen,

nach Krankheit: Genesen,

viel Reisen mit Spesen.

Auch Schönheit trotz Falten,

nicht nur bei den Alten.

Mal rau und mal eben,

so ist es, das Leben.

Drum liebe das Deine

Du hast nur das Eine

***

von© Horst Fleitmann


offene Tür……..



 
Das Drama unseres Lebens ist,
dass wir im Herzen
die Dinge wissen,
doch mit dem Verstand
‚verstandesmäßig‘
handeln und
Probleme schaffen
die es in Wahrheit nicht gibt.
Manchmal verweigern wir
durch eine offene Tür
zu gehen,
weil uns der Weg durch eine

Mauer leichter scheint.
***
Hans Winkler

 


schönen Samstag Morgen


…beautiful Saturday morning…

 

Früh morgens, wenn der Tag beginnt,
weißt du nicht, womit er startet,
sind dir die Stunden gut gesinnt,
kommt etwas – ganz unerwartet.

*

Sonne scheint Dir hell ins Zimmer,
du streckst den Kopf zum Fenster raus,
kochst den Kaffee, so wie immer,
und fühlst dich wohl in deinem Haus.

*

Dann bestaunst du deinen Garten,
vergisst die Zeit und auch den Raum,
Hausarbeit, sie kann noch warten,
du sitzt bequem am Apfelbaum.

*

Dieser Tag scheint gut zu werden,
kein Wölkchen steht am Himmelszelt,
du stehst auf, ohne Beschwerden,
denkst: „Wunderschön ist diese Welt !“

 ***

© Horst Rehmann

 


Glücksgefühle


Arme/er

hast so viel zu tun,

würdest lieber etwas ruhn!

„Geht nicht!“, sagst du zu mir.

Drum schreib ich, zum Trost, diese Zeilen hier!

Mach mal die Augen zu, und stell dir vor,

du trittst durch ein großes Tor!

Dahinter blauer Himmel Sonnenschein,

grüne Wiese, Tiere groß und klein.

Ach wie schön ist es hier an diesem Ort,

möchtest am liebsten nicht mehr fort!

Es ist so ruhig, fort der Stress,

ein Schmetterling setzt sich kess,

auf deine Schulter und ruht sich aus,

vom Blütenhonigmorgenschmaus.

***

unbekannt

 


Glück-Zitat


Glücklich sind die Menschen,

die miteinander über alles reden….

ohne Angst.

Glücklich sind die Menschen,

die sich alles sagen….

ohne Vorwurf.

Selig sind die Menschen,

die sich verstehen….

ohne ein Wort.

***

unbekannt


Der Seele….


 

Wunden,

die auf der Seele brennen,

kann man von außen nicht erkennen.

Du schweigst, weil keiner es wissen will..

Deine Seele schreit – Dein Mund ist still.

Du versuchst den Schmerz zu ignorieren

und Dich aufs Leben zu konzentrieren.

Du vergräbst ihn in Dein Herz

und lernst zu leben mit dem Schmerz.

Die Wunden bluten leise weiter…

doch Du spielst Deine Rolle – fröhlich und heiter.

Irgendwann – im Laufe der Zeit

ist es dann soweit:

Du bist müde und leer …hast keine Kraft…

die offenen Wunden… haben Dich geschafft.

Zu reden hast Du längst verlernt…

Du hast Dich von Dir selbst entfernt.

Dann erträgst Du es nicht mehr…

die Last des Lebens wird zu schwer.

Du willst Dich von allem Schmerz befreien…

dann macht es klick! – und Ruhe kehrt ein.

Auf einmal kannst Du es klar und deutlich sehen…

Du bist bereit, den letzten Schritt zu gehen.

Das Lächeln kehrt in Dein Gesicht zurück

und Du denkst: Im Tod liegt das wahre Glück.

Du fühlst unendlichen Frieden in Deinem Herz…

keine Qualen… keine Wunde …kein Schmerz.

Doch misslingt es Dir…welch ein Glück?!…

und Du kehrst ins Leben zurück…

wird der Schmerz noch größer sein

und eins wird klar: Du schaffst es nicht allein.

Du hast Angst nach Hilfe zu fragen…

Angst es jemandem zu sagen.

Du verbirgst es sicherlich…

hinter einem gequälten Lächeln im Gesicht.

In Deinen Augen kann man es sehen…

ohne Hilfe wirst Du den Weg noch einmal gehen.

Darum sollten wir achten auf jedes Gesicht…

vielleicht braucht jemand Hilfe…

vielleicht braucht er Dich!

***

Unbekannt